Im Oktomber 2010 wirkten deutsche Gäste bei freier Kost und Logos an der Fertigstellung einer Wasserkraftanlage für Punato mit. Diese soll künftig in den wasserreichen, sonnenarmen Wintermonaten für Elektrizität sorgen.
Bei angenehmem Herbstwetter schachteten die elf Teilnehmer des Baueinsatzes im Alter zwischen 29 und 66 Jahren einen vorhandenen Graben neu aus, um ein elektrizitätsführendes Rohr zu ergänzen. Im felsigen oberen Bereich der Druckrohleitung konstruierten sie einen Schutzkörper für die Wasserleitung sowie einen kleinen darüber führenden Holzsteg.
Holzsteg (Ponte Mauro) und Schutzköper im oberen Bereich der Druckrohrleitung.
Schutzköper im oberen Bereich der Druckrohrleitung mit liebevoll gestalteter Leiter auf den Holzsteg.
Mit Spitzhacke, Gartenhacke, Spaten und Schaufeln wurde die bestehende Wasserleitung zwischen Rif. La Quiete und der Turbine freigelegt.
Auf 180m Länge musste der existierende Graben geöffnet werden, um ein zusätzliches Rohr zu verlegen.
Die "rote Mamba" wurde in 50m-Rollen vom Lastenlift herübergetragen, im Graben versenkt und miteinander verbunden. Das Kunststoffrohr mit 12,5cm Durchmesser schützt das darin liegende Stromkabel vor Beschädigungen.
An einigen Stellen im unteren bereich der Druckrohrleitung wurden Metallmanschetten an den Nahtstellen des Wasserrohrs gesetzt. Diese verhindern das Auseinanderschieben der Rohrsegmente unter Wasserdruck.
Kurz vor der Turbine befindet sich an einer Verjüngungsstelle der Druckrohrleitung ein Ablassventil. Die Helfer setzten einen Steinkasten, damit das Ventil jederzeit zugänglich ist.
Nach Abschluss der Rohrverlegung und der Sicherung des Wasserrohrs wurde der Leitungsschacht verfüllt. Im Wiesenbereich musste dafür viel schweres und grobes Material bewegt werden.
Im Waldbereich gelang die Verfüllung des Schachts wegen des weichen Waldbodens einfacher.
Nach Abschluss der Arbeiten erinnert nicht als ein angenehm ebener Weg zwischen Rif. La Quiete und Turbine an die einwöchige intensive Arbeit.
Da auf Holz gekocht wurde, stellte das Holzhacken eine jederzeit mögliche Alternative zur Grabenarbeit dar.
Dank zahlreicher Pausen an den Schönwettertagen konnten alle Teilnehmer die Almwiesen erkunden und von den Höhen der nahen Gipfel Pania della Croce, Monte Corchia und Monte Freddone bewundern.
10 von 11 Helfern in Arbeitskleidung mit Arbeitsgerät.
